Anna Schneider | Krimiautorin
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Fragen & Antworten

1. Wie sind Sie Autorin geworden?
Ich liebe Bücher und Lesen war schon immer mein liebstes Hobby. Irgendwann habe ich angefangen, selbst Gedichte zu schreiben. Da war ich gerade 16 Jahre alt.
Vor ein paar Jahren ist mir dann meine erste Krimi-Kurzgeschichte bei einem Spaziergang eingefallen. Die Idee war einfach da und auch die Zeit, den Text zu formulieren. Diese Geschichte wurde preisgekrönt und so fand ich den Mut, weiter zu machen.

2. Woher kommen die Inspirationen zu ihren Geschichten?
Immer und überall. Ob ich will oder nicht. Meist in ganz alltäglichen Situationen, wenn ich in der S-Bahn Gesprächen lausche, die Zeitung lese oder bei einem Spaziergang. Meist ist es nur ein Wort, ein kleines Detail, das mich inspiriert weiter zu denken: Was wäre, wenn das ganz anders verliefe? Und schon bin ich mitten drin in einer Geschichte.

3. Haben Sie Vorbilder?
Natürlich! Immer wieder Neue – es gibt so viele tolle Schriftsteller. Letztlich ist es natürlich eine Geschmackssache, was man mag, deshalb tue ich mich mit Empfehlungen schwer. Ich lese vorwiegend Krimis und Thriller, weil sie sich flott lesen lassen und ich Spannung mag. Mich reizen aber auch Bücher, die auf einem hohen literarischen Niveau geschrieben sind. Dabei genieße ich einzelne Sätze oder Passagen und lasse mir bewusst Zeit beim Lesen.
Immer noch und immer wieder faszinieren mich die Bücher von Charlotte Link, die es meisterhaft versteht, die Beweggründe ihrer Figuren nachvollziehbar zu machen.

4. Wo ist der beste Ort zum Schreiben?
Für mich ist das definitiv mein Schreibtisch. Nur zur Recherche oder wenn ich noch am Plot feile arbeite ich außer Haus, z.B. in einem Café mit Blick auf eine Passage.
Zum Schreiben der Geschichten brauche ich einen festen Platz an dem ich mich wohlfühle. Dort brauche ich viel Ruhe, einen frisch aufgebrühten Kaffee und etwas Süßes. Das allerdings variiert: Es kann Schokolade sein, Lakritz, Gummibärchen oder Studentenfutter. Je nach Schreibphase und Tagesform.

5. Woher kommt ihr Antrieb?
Eine gute Portion Ehrgeiz ist sicher dabei. Dann gibt es Themen, die mich berühren oder interessieren, die ich gerne bearbeiten möchte. Ich sehe mich dabei als Sprachrohr, um auch andere Menschen zum Nachdenken darüber zu bringen. Zudem ist es wahnsinnig schön, wenn aus der Fantasie etwas Neues entsteht, Figuren nicht nur eine Vorstellung sind, sondern zu leben und zu handeln beginnen. An dem Punkt braucht es keinen Antrieb mehr, dann fließen die Texte einfach. Manchmal auch ganz anders als geplant.

6. Wie sieht ein typischer Schreibtag aus?
Nicht so romantisch, wie viele vielleicht denken. Ich sitze täglich schon in der Frühe am Schreibtisch - genau wie jeder andere, der arbeitet. Meist nehme ich mir ein gewisses Pensum vor, das ich in diesen Stunden erledigen möchte. Ein guter Tag ist, wenn ich das schaffe, was ich mir vorgenommen habe. Leider gibt es nicht nur gute Tage. Manches funktioniert nicht so, wie geplant, dann muss ich den Ablauf neu überdenken, mich bei verschiedenen Menschen erkundigen oder nachlesen. So lange, bis es wieder läuft.

7. Wieso schreiben Sie gerade Krimis?
Menschen faszinieren mich generell. Es interessiert mich, welchen Charakter jemand hat, welche Motivation seinen Handlungen zugrunde liegt, welche Entscheidungen er trifft.
Zudem kann ich im Krimi beinahe jedes Thema aufgreifen, verschiedene Milieus beleuchten und Menschen jeden Alters zu Helden machen - oder zu Tätern. Und an beinahe jedem Ort, an dem Menschen zusammentreffen, kann es zu einem Verbrechen kommen: In einer Beziehung, in der Familie, der Firma oder Schule, dem Verein. Der Krimi bietet insofern für mich die größtmögliche Entfaltung.

8. Was ist leichter zu schreiben: Romane oder Shortstories?
Für mich eindeutig Romane. Ich habe mit Kurzgeschichten angefangen, weil ich auf diese Art herausfinden konnte, ob Leser meinen Stil mögen. Ich konnte dabei auch verschiedene Dinge ausprobieren, was mir sehr geholfen hat, meinen Stil zu finden. Aber Kurzgeschichten zu schreiben ist sehr aufwändig, wenngleich sie nur wenige Seiten füllen: Man braucht ein Setting, Figuren, einen Fall. Diese Dinge in kurzer Form zu präsentieren und dennoch Atmosphäre zu schaffen, ist eine echte Kunst. Ich beschäftige mich jedoch lieber länger mit meinen Figuren und arbeite deshalb an einer Serie.

9. Kann man vom Schreiben leben?
Nur mit sehr viel Glück und Geduld. Trotz anderslautender Gerüchte können die wenigsten Autoren vom Schreiben leben, noch weniger werden davon reich.
Dennoch ist es ein wunderbarer Beruf – und ich glaube, die Menschen, die Schreiben, tun es genau deshalb.

10. Welchen Traum gibt es für die Zukunft?
Ich träume davon, Menschen mit meinen Büchern zu begeistern und vielleicht irgendwann ausschließlich vom Schreiben leben zu können.





 
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